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Skipper

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04.11.2007, 10:20

An künftige Pyrie-HalterInnen

Sie finden diese Hunde süss und knuddlig und möchten deshalb so einen Hund halten? Lassen Sie sich von der Optik dieser einzigartigen und wunderbaren Hunde nicht täuschen! Diese Rasse wurde fürs Treiben und Hüten von Schafen in den Pyrenäen gezüchtet und sind noch sehr ursprünglich, also nicht degeneriert und überzüchtet!
Wenn man bedenkt, dass so ein mittelgrosser, nur 10-14 kg leichter Hund Schafe, Kühe und z.T. auch Pferde nur mittels Hütebiss, Ausdauer und Wendigkeit treiben und hüten muss, kann man sich seinen Mut und Eigenständigkeit ein wenig vorstellen.
Diese Hunde fordern ihren Halter/ihre Halterin sein Leben lang. Sie loten ihre Grenzen immer wieder aus (man nehme nie etwas für selbstverständlich, wenn der Hund etwas "begriffen" hat und ausführt!!!), sind aber super gelehrig und arbeitseifrig! Am liebsten machen sie alles mit ihrem "Hirt" zusammen. Ein Pyrie muss vor allem eines lernen: auch mal nichts zu tun!

Empfehlen kann ich allen Leuten einen Pyrie, wenn Sie
  • jeden Tag (365 Tage pro Jahr!!) mindestens 2-3 Stunden mit
    Ihrem Hund wandern mögen

  • wenn Sie bereit sind, auf die Eigenheiten und das Verhalten
    (z.B. Hütetrieb) Ihres Hundes einzugehen

  • wenn Sie entweder schon Erfahrung mit Hundeerziehung haben
    oder aber die Bereitwilligkeit mitbringen, selbst zu lernen

  • wenn Sie Zeit und Lust haben, diese mit Ihrem Hund zu ver-
    bringen, z.B. auch mit Hundesport (Agility, Dogdancing usw.)

  • wenn sie damit umgehen können, dass Ihr Hund keinen Kadaver-
    gehorsam haben wird


Die pfiffigen Pyries hören und sehen alles und reagieren darauf! Viele von ihnen wollen sich von Fremden nicht anfassen lassen und sind misstrauisch bis reserviert. Auch vergessen und vergeben diese Hunde nichts! Nur mit liebevoller, aber absoluter Konsequenz und Vertrauen lassen sie sich lenken und erziehen. Auf Grobheit reagieren diese sensiblen Hunde gar nicht gut! Auch ist ein unterbeschäftigter Berger des Pyrénées kein angenehmer Hausgenosse! Nicht nur genügend Auslauf und Aufgaben sind wichtig, sondern so ein cleverer Hund braucht unbedingt täglich Kopfarbeit!

Wer sich aber auf diese Hunderasse einlässt und mit dem Wesen dieser wunderbaren Hunde auseinandersetzt und mit ihnen arbeitet, wird süchtig...
Liebe Grüsse
Marianne